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Verdunkelung des Göttlichen

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Lunar Hypnusis-Netzmagazin (USA)

Obwohl sie eindeutig ein Logo tragen, das denken ließe, daß ihre Musik mitten im extremen Metal-Genre angesiedelt sei, bieten diese Deutschen ein schönes Album von Neofolk-Musik. Wieder einmal zeigt es sich ein Buch nicht nach dem Titelbild zu bewerten.
Abgesehen von dem ersten und letzten Lied ist die Gitarre das einzige Instrument, das beim ganzen Album eingesetzt wurde (ja, eine einzige Gitarre). Die Gitarrenarbeit ist überaus kompliziert und die meisten Riffs sind sehr langsam und wohlklingend. In gewisser Weise erinnert mich dieses Album sehr an die frühen Ulver und an Empyriums letzten beide Werke. Besonders das Lied „Sonnentod“ hat in der Mitte einen sehr einsam klingenden, instrumentalen Teil, der mich sehr an Ulvers Lied „Ulvsblakk“ erinnert. Natürlich gibt es auch Gesang, der vollständig in Deutsch vorgetragen wird (nochmals der Vergleich zu Empyrium). Die stimmliche Umsetzung ist besonders interessant, da beide- männliche und weibliche Stimme – die Worte zugleich singen. Ich spreche leider kein Deutsch, also habe ich keine Ahnung, was das Thema vom Album ist, aber ich wette darum, daß es sich um dieselben Themen handelt wie bei den meisten Neofolk-Gruppen. Weitere Besonderheiten liegen im besonders eingängigen zweiten Lied „Wotans wilde Jagd“ und dem wunderschön depressiven Stück namens „Hoch zu Roß“.
„Verdunkelung des Göttlichen“ stellt sich für mich als eine kolossale, atemberaubende Überraschung dar und seit ich das Album vor einigen Wochen erhielt, war und ist dieses Album stetig in meiner Anlage am Laufen. Definitiv ein Muß für Anhänger von Ulver, Empyrium oder einfach für diejenigen, die etwas schöne deutsche Folkmusik hören möchten.

Januar 31, 2004 von Blackwinged

(8 von 10 Punkten)

 

Stay Heavy-Netzmagazin (Deutschland)

Eigentlich wollte ich vor dem Schlafengehen nur noch schnell in diese eine CD reinhören… und kann mich seit einer Stunde nicht mehr losreissen. Ich will mich hier nicht groß äußern, nicht zur Musik, und nicht zum nationalen Hintergrund Halgadoms also kein Review im eigentlichen Sinne… stattdessen lege ich diese CD all jenen ans Herz, die sich für akkustische, heidnische Balladen mit germanischem Hintergrund erfreuen können. Von der schwarzmetallischen Wurzeln ist auf dieser Scheibe nichts mehr zu finden, alle Stücke sind nur mit Gitarren sowie einer männlichen und einer weiblichen Stimme eingespielt und handeln von germanischen Sagen. Mehr als ein “Wunderschön” sage ich jetzt nicht…vielleicht werde ich mich später noch ausführlicher äußern, wenn ich es für nötig halte.

(8 von 10 Punkten)

 

Pagan Dark Witchcraft Nr. 6 (Italien)

Ich muß jetzt wirklich einmal dem Mann Danke sagen, der hinter diesem Projekt steht, weil seine neue Veröffentlichung mein Gemüt auf eine Reise in das alte Germania schickte und ich wirklich denke, daß, wenn irgend jemand überlegen sollte, einen Film basierend auf Tacitus’ „Germania“ zu drehen, diese Kompositionen dafür geschaffen wären. An der Musik wird man tatsächlich gefallen finden, die vollständig von klaren Stimmen (männlich als auch weiblich) und akustischer Gitarre arrangiert ist. Es ist schade, daß die Musiker nicht andere Instrumente (wie bei Hagalaz’ Runedance) verwendeten, um die Lieder zu variieren, aber ich denke genauso, daß diese Kompositionen gerade so faszinierend sind, weil sie eben einfach und daher großartig anzuhören sind. Die Texte sind sämtlich in Deutsch verfaßt, weshalb ich nichts über diese aussagen kann. Ich denke, daß ich nichts hinzuzufügen habe, außer, daß ich dieses Werk mag und hoffe, daß weitere Werke das fortsetzen um den Zug der akustischen Folkmusik aufrechtzuerhalten, welche für mich die beste in dieser Art heidnischer Musik ist.

(9 von 10 Punkten)

 

Minutum Mundum Nr. 6 (Deutschland)

Die Musik auf dem zweiten Album hat zwar im Vergleich zum Debüt nicht mehr viel mit demselben gemeinsam, dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß es sich hierbei trotzdem um sehr gelungene Tonkunst handelt. War das Erstwerk noch melodischer Pagan Metal mit thrashigen Einlagen und folkloristischen Einflüssen, so kann man „Verdunkelung des Göttlichen“ als reinen Neo-Folk bezeichnen. Für das Erschaffen der Klänge wurden zwar nur Akustikgitarren, wenigen Trommeln und männlich-weibliche Gesänge verwendet, die Strukturen wurden allerdings mit eingängigen Melodien angereichert, und das macht diese Musik dann schlußendlich auch aus. Alle Lieder klingen eigentlich fast alle genauso gut, müßte ich notfalls meine Favoriten benennen, so würde ich mich für „Bärenmänner“ und „Gerechter Lohn“ entscheiden. Vernehme ich die Klänge dieser Lichtscheibe, sehe ich mich nachts mit verbündeten Seelen im Walde am Lagerfeuer sitzen. Die Thematik der Lieder handelt größtenteils von der Verehrung unseres geliebten Naturglaubens. Man sollte diese Scheibe nicht verpassen. (P.)

(9 von 10 Punkten)

 

DS Monatszeitung für Politik und Kultur Nr. 10/02 (Deutschland)

Inspiriert vom Göttlichen und der Schönheit der Natur haben Halgadom als zweites Werk eine schöne Neo-Folk Lichtscheibe herausgebracht. Es hat ein gewaltiger Stielbruch stattgefunden. Weg von der brachialen Schwarzmetall Musik hin zu ruhiger, besonnener und teils dunkler Musik, die am ehesten als Folk oder Neo-Folk bezeichnet werden kann oder vielleicht doch als Bardenmusik. Die Texte werden komplett auf Deutsch vorgetragen, der Kopf der Gruppe legt darauf sehr großen Wert. Der Wandel liegt wohl daran, daß der Halgadom Gitarrist und Texter den Tonträger alleine mit zwei Gastmusikerinnen am Gesang eingesungen und eingespielt hat. Sein Gesang und der der beiden Frauen klingt richtig angenehm und nicht tonschief oder verzerrt, alle Achtung! Man kann diese Musik nicht so einfach mit einer anderen Gruppe vergleichen, denn Halgadom hat seine ganz eigene positive Art gefunden. Textlich geht es um die Erzählung der Edda, Schlachten aus “Herr der Ringe“ werden beschrieben und die Kirche wird auf zynische Weise besungen. Der Frauengesang ist angenehm und irgendwie richtig gut. Die Gitarrensoli sind sehr fein ausgearbeitet, die Melodien auch schön einprägsam. Auf dem Tonträger werden 10 Titel mit germanisch-mystischem Inhalt geboten. Die Aufmachung des zweiten Halgadom-Werkes ist sehr gut geworden und wurde vom Halgadom Kopf selbst entworfen, sie ist sehr dunkel und mystisch und auch sehr ästhetisch. Die CD kann man sich ruhig kaufen, sie sticht als eigenständiges Werk aus der Masse der durchschnittlichen Musik hervor.

 

Agonia Magazine (Polen)

I was very curious to hear new stuff from German Pagan Metal band Halgadom. But on this album the word Pagan Metal is not correct, as the music this time is pure acoustic. The first and the last song feature also drumming which makes the two songs sound a bit ritualistic. On the other songs only acoustic guitar is used and clear male and sometimes also female vocals can be listened to. Simple instrumentation, but really beautiful music full of heart and soul. The lyrics are in German and deal mostly with German myths. Compared to their first album these acoustic pieces sound more mature and are better arranged. Nevertheless for me personal ( others might think different), there could have been two or three aggressive metal – songs on the album, as I really enjoyed the metal – songs on the debut. I mean I also liked the acoustic pieces, maybe it was the combination of these two styles what made the album so unique, I don’t know.
All in all “Verdunkelung des Göttlichen“ is a great piece of acoustic music, but I really hope that Halgadom don´t completely stop writing and playing metal songs. The album should be interesting for everyone who likes good music, also outside the metal genre. (Michael Druml)

(5 von 6 Punkten)

 

Twierdza-Netzmagazin (Deutschland)

“Neo Folk” – ein in diesen Tagen fast schon überstrapazierter Begriff für eine Musikrichtung, welche von der Schlichtheit natürlicher Instrumente und derer gekonnten Bedienung lebt. Auch HALGADOM aus Deutschland zählen zu dieser Sparte, wenn auch erst seit vorliegendem zweiten Album “Verdunkelung des Göttlichen”. Vorher frönte man noch metallastigeren Klängen und laut der Weltnetzseite HALGADOMs wird man sich diesen auf dem nächsten Album auch wieder verstärkt zuwenden. Nun aber zu besagtem zweiten Werk, welches sich thematisch bei der nordischen Mythologie bedient und auch wenn dieses Thema langsam aber sicher an Belanglosigkeit gewinnt, schaffen es HALGADOM dennoch, uns schön klingende Verse rund um die Edda ans Gehör zu tragen. Das verwendete Instrumentarium beschränkt sich fast ausschließlich auf eine Akustikgitarre, selten begleitet von dumpfen Trommeln (nur im Intro “Die Stimme der Ahnen” und im letzten Lied “Runenanrufung” zu hören), doch gerade daher rührt die natürliche und ruhige Stimmung dieses Albums und während sich Formationen wie HAGALAZ RUNEDANCE meisterhaft darauf verstehen, ein opulentes Instrumentarium zu bedienen, ist es ganz im Sinne dieser Formation, nur auf die nötigsten musikalischen Mittel zurückzugreifen, um den Hörer auf eine Reise nach Midgard zu schicken. Neben dem üblichen “neuvölkischen” männlichen Klargesang, welcher auf seine natürliche Art und Weise sehr gut zu gefallen weiß, sind auch zwei weibliche Stimmen am Gesang beteiligt, die der männlichen in Nichts nachstehen und der Scheibe einen eigenen Charme verleihen, welcher nicht unbedingt auf perfekt ausgebildete Gesangskünstler zurückzuführen ist, sondern vielmehr Naturverbundenheit und Anmutigkeit ausdrückt. Eine definitive Beeinflussung HALGADOMs stellen mit Sicherheit FORSETI oder SONNE HAGAL dar, welche sich auf ähnliche Art und Weise darauf verstehen, zeitlos schöne Weisen zu Papier zu bringen, oftmals nur mit Gesang und Akustikgitarre vorgetragen. Ebenfalls nicht spurlos an HALGADOM vorbeigegangen sind mit Sicherheit DEATH IN JUNE oder DIES NATALIS und auch wenn sich HALGADOM mit den hier aufgezählten Truppen noch lange nicht messen können, haben sie ein mehr als überzeugendes Album vorgelegt, welches auf seine Art und Weise beruhigt und eine sehr besondere Atmosphäre kreiert. Im mehrseitigen Booklet finden sich statt der Liedtexte (welche eigentlich gar nicht vonnöten sind, versteht man doch jedes Wort!) Erläuterungen zu den einzelnen lyrischen Themen auf diesem Album, was ich für eine Eigenproduktion als sehr gelungen erachte! (Falagar)

(7 von 10 Punkten)

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