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Sein und Werden

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Earshot (Österreich)

Die deutsche Pagan Band HALGADOM legt mit „Sein und Werden“ ihr mittlerweile drittes Album vor. Nachdem man auf dem Debüt Pagan Black Metal und auf dem Zweitwerk Neofolk spielte, versucht man es nun mit einer ausgewogenen Mischung aus beiden Stilen. Das Album besteht aus zwei Teilen, der erste, mit „Geist“ betitelt bietet fünf Folklieder, der zweite Teil, „Materie“, geht in die Pagan Black Metal-Richtung. Bei den Folkliedern merkt man die Steigerung gegenüber dem Vorgänger, die Kompositionen sind ausgereifter, die Akustikgitarre wird zusätzlich durch eine Geige ergänzt, der Gesang ist zweistimmig (männlich und weiblich) und das Schlagzeug wurde mehr in den Vordergrund gemischt. Auch bei den metallischen Titeln lässt sich eine Steigerung gegenüber dem Debütalbum ausmachen, diesmal ist die Produktion sehr kraftvoll und sauber ausgefallen. Musikalisch sind die fünf Lieder recht aggressiv, es wird aber auch nicht auf die notwendige Melodie verzichtet.
Die Aufmachung von „Sein und Werden“ kann nur als exzellent bezeichnet werden, die Scheibe erscheint im edlen, schwarz-weiß gehaltenen Digipack. Auch musikalisch steht das Album dem in nichts nach, sowohl der gebotene Neofolk als auch der Pagan Metal verdienen die Bezeichnung hochklassig.

6.5 von 7 Punkten

 

Interregnum-Netzradio (Deutschland)

Bei Euren Sonnenwend-Feiern werden HALGADOM vermutlich ein fester Bestandteil bei der Beschallung sein. Aber natürlich ist diese Band nicht nur etwas für traditionelle oder religiose Ereignisse. Denn der Neo-Folk der Band – hier mit fünf Stücken unter der Überschrift “Geist” dokumentiert – ist so wunderbar lyrisch, eingebettet in streichelnden Melodien, daß man ihn wahrlich zu beinahe jeder Gelegenheit hören mag. Erzeugt wird dieses Bedürfnis darüber hinaus auch durch die Wärme in der Instrumentierung (Akustik-Gitarren, Violine) und in der Stimme von Eva. Endlich mal eine Sängerin, die einfach nur singt und nicht ständig dem Zwang unterliegt, zu tirilieren.Teil zwei der CD ist reiner Pagan Metal und wird unter “Materie” geführt. Die Melodien sind simpel gehalten, auch dieArrangements. Aber genau deshalb sind die Stücke so wirkungsvoll. Wie hätte man den Botschaften von “Das Hügelgrab”, “Runenkraft” oder “Stahl” folgen sollen, wenn sie in instrumentalen Kaspereien versunken wären. Und wenn wir gerade dabei sind: Die Texte können Euch stark machen. Da gibt es viel mehr als der tägliche Ungeist uns vorzugaukeln versucht. Auf der Suche nach dem Glück oder einfach der Zufriedenheit muß man nicht verzweifelt das Labyrinth der Moderne durchstreifen. Es gibt gerade Wege. Nur gehört Mut dazu, diese zu gehen.

Jub 10/10 Punkten

 

Feindesland – Netzmagazin (Deutschland)

Halgadom. Der Name steht für sich, denn kaum eine andere Formation des deutschen Untergrunds dürfte die Gemüter wohl so sehr erhitzen, wie es bei diesem Fünfergespann der Fall ist. Ihre Verbindung zu Absurd, ihr offen zur Schau getragener Nationalismus und der auf ihrer Präsenz im weltweiten Datennetz ausgetragene „Kulturkampf“ hat schon unlängst dafür gesorgt, daß Halgadom von den einen vergöttert, von den anderen hingegen verflucht und gehaßt werden. In dieser Rezension möchte ich, wie üblich, keinerlei politische Stellung beziehen, sondern mich auf das konzentrieren, worum es mir bei der Erscheinung eines neuen Albums primär geht: die Musik.

Auf dem ersten Album präsentierten sich Halgadom noch in einem ziemlich rotzigen Gewand und lieferten eine Art Pagan Metal mit leichten RAC Einflüssen ab. Mit „Verdunkelung des Göttlichen“ distanzierte man sich von diesem Stil jedoch radikal und bewegte sich fortan in rein neovölkischen Gefilden. „Sein und Werden“ weißt sowohl die eine, als auch die andere Stilrichtung auf, vermischt sie jedoch nicht, sondern unterteilt sie in ein Konzept aus Geist und Materie. Dabei repräsentieren die ersten fünf Lieder, allesamt komplett im Neofolkbereich, den Geist und die letzten fünf, die metallischen Stücke der Scheibe, die Materie.

Zu den Neofolkstücken läßt sich sagen, daß Halgadom im Vergleich zu „Verdunkelung des Göttlichen“ eine deutliche Verbesserung, sowohl im musikalischen als auch produktionstechnischen Bereich vorzuweisen haben. Zu der Akustikgitarre gesellt sich nun auch eine wohlklingende Geige und der männliche Gesang wird auf eine sehr angenehme Weise durch eine weibliche Stimme ergänzt. Halgadoms Stärke liegt dabei klar darin, auch mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand eine sehr schöne, leicht melancholische Atmosphäre zu erzeugen, die in ihrer Natürlichkeit voll und ganz zu überzeugen weiß. Das „Simpel-Aber-Effektiv-Prinzip“ geht auf und lädt den potentiellen Zuhörer förmlich dazu ein, sich von den ebenso schlichten wie beeindruckenden Melodien verzaubern zu lassen.

Mit den metallischen Stücken hatte ich hingegen zu Beginn so meine Probleme. Denn der hier präsentierte Stil hat ja so rein gar nichts mit den neovölkischen Klängen des ersten Kapitels von „Sein und Werden“ zu tun. Rauher Pagan Metal, wie schon auf dem Erstlingswerk, jedoch im deutlich besseren Klanggewand, dröhnt einem nun unvermittelt entgegen und man fühlt sich ein wenig so, als sei einem unter der Dusche urplötzlich das heiße Wasser ausgegangen. Doch man gewöhnt sich recht schnell an den plötzlichen Stilbruch, dessen Halgadom sich „schuldig“ gemacht haben. Auch hier wagt man keine allzu großen Experimente, sondern konzentriert sich lieber auf das, worauf man sich auch versteht. So entpuppt sich jedes Stück als eine kleine Perle mit Ohrwurmcharakter, wobei gerade das Stück „Stahl“ sich als ein echter Dauerbrenner erweist. Auffällig ist ferner, daß der gekrächzte Gesang stets recht einfach zu verstehen ist, was den Stücken noch einmal eine ganz eigene Note verleiht.

Ansonsten möchte ich zu dieser Veröffentlichung noch anmerken, daß die optische Gestaltung sehr aufwendig und liebvoll erstellt wirkt und „Sein und Werden“ generell den Eindruck eines Albums hinterläßt, in welches sehr viel Herzblut geflossen ist.

Fazit: Halgadom ist mit „Sein und Werden“ eine äußerst gelungenes Drittwerk geglückt, das sowohl für Freunde des Neofolks als auch des Pagan Metals sehr interessant sein dürfte.

(Falkenhayn)

Bewertung:

Innovation: 10/15
Gesamteindruck: 13/15

 

Twierdza-Netzmagazin (Deutschland)

Vorbemerkung: Wie auch immer man zur Musik HALGADOMs selbst stehen mag – die politische Ausrichtung, die die Gruppe in manchen Interviews im Netz präsentiert, wird sicher so einigen mißfallen und kann an dieser Stelle natürlich nicht unkommentiert bleiben. Halgadom lehnen sich weit aus dem Fenster und gehen zum Teil ziemlich darüber hinaus, was man als „normalen Patriotismus“ bezeichnen könnte. Um Klartext zu sprechen, positionieren sie sich ziemlich weit rechts und, ob gewollt oder ungewollt, treten mit äußerst provokanten Aussagen hervor. Wie man das beurteilt, und inwieweit man sich dann noch ungetrübt dem Hörgenuß hingeben kann, soll bitte jeder Leser selbst entscheiden und möge sich selbst eine Meinung bilden. Wir distanzieren uns hiermit explizit von jeglichen politischen Standpunkten der rezensierten Band und präsentieren die Rezension hier trotz der politischen Position der Band, da die Veröffentlichung keine unseres Wissens nach verbotenen Textfragmente oder Symboliken benutzt; da die Scheibe ganz legal erschienen ist und nicht auf dem Index steht oder gar verboten ist; da die Texte und die Musik selbst zum Glück frei von jeglichen politischen Aussagen oder Provokationen sind und sich ausschließlich mit altem germanischem Götterglauben und „Mystik“ beschäftigen (was natürlich immer zu Verdächtigungen führt, gerade in diesem Kontext – aber wir halten uns hier, wie bei allen Rezensionsobjekten, an die Fakten und urteilen „im Zweifel für den Angeklagten“); und da, was natürlich für uns hier am meisten von Belang ist oder sein sollte, die Musik wirklich äußerst gut ist. Es ist oftmals schwer eine Grenze zu ziehen, daher richten wir uns neutral im Wesentlichen bei allen Künstlern danach, ob ihr Machwerk legal ist und ob wir persönlich etwas entdecken, was eindeutig (und das ist das Problem) auch objektiv nicht mehr tragbar ist.
„Sein Und Werden“ stellt das nunmehr dritte Album der heidnisch orientierten Gruppe Halgadom dar. Während man auf dem ersten Album (fast) reinen Schwarz-/Paganmetal präsentierte, auf dem Zweitling hingegen der puren Folklore verschrieben war, geht man auf dem aktuellen Silberling neue Wege und teilt das Werk in zwei Teile: Fünf Folklore-Stücke sowie fünf Black-/Paganmetalstücke bieten sich dem Hörer dar.
Schon die Aufmachung allein weiß den Liebhaber der Folklore und heidnischer Themen zu begeistern. Die komplett schwarz-weiße ästhetische Gestaltung läßt so manche Veröffentlichungen der betroffenen Genres (Darkfolk, Paganmetal, Blackmetal) in dieser Hinsicht wirklich blaßß aussehen und scheint wohl erfahrenen Design-Profis überlassen worden zu sein. Alle Achtung.
Der erste gute Eindruck setzt sich dann mit den ersten Tönen fort. Die Produktion klingt deutlich besser, als auf dem Vorgänger, und das Instrumentarium wurde dank Eva, die sich mit ihrem Gesang sowie Geigenspiel einbringt, erweitert. Dabei weiß sowohl Evas Gesang, der zum Glück so gar nichts mit dem typischen „Schöne-Blondine-die-mit-einem-der-Musiker-befreundet-ist-und-deshalb-mal-ein-bißchen-am-Mikro-rumsäuseln-darf-Gesang“ zu tun hat, sondern tatsächlich eigenständig klingt und Charakter aufweist, als auch ihr Geigenspiel gut zu gefallen und ergänzt den Halgadom-Sound optimal.
Was den Folklore-Part der Scheibe anbelangt, bin ich jedoch ein wenig gespalten. Den männlichen Contrapart zu Evas Gesang bildet nämlich Frank, und so vortrefflich er auch an der Gitarre, als Komponist und größtenteils auch als Textschreiber ist, so fehlt mir bei seinem Gesang, obgleich dieser sicher nicht schlecht, und souverän-klar vorgetragen ist, doch das „gewisse Etwas“. Die Perkussion ist recht gelungen, hätte aber, in meinen Ohren, noch mehr aus den Folklorestücken herausholen können. Trotzdem ist meine Gesamtwertung, was diesen Teil anbelangt, relativ gut. Vor allem das erste Stück, rein instrumental dargeboten, ist wunderschön.
Wesentlich besser jedoch weiß mir der metallische Teil von „Sein Und Werden“ zu gefallen. Und daran hat der Sänger, Sebastian, einen nicht unwesentlichen Anteil. Er hat ein sehr markantes und energievolles, „dreckig“-schwarzmetallisches Organ, welches zu jener Kategorie gehört, die man entweder mag oder nicht. Ich zähle mich hier eindeutig zu ersterer und gestehe Sebastian darüber hinaus auch noch einen äußerst hohen Wiedererkennungswert zu, was heuer bei der Flut an Veröffentlichungen etwas heißen will und die Scheibe sicher noch mehr an künstlerischem Wert gewinnen läßt. Doch auch Frank darf hier, beim Schwermetallteil der Scheibe, an der Gitarre zur Höchstform auflaufen und bietet neben der Härte und der Energie auch die gebotenen „zarten“ Töne, das heißt, schöne und melodische, zwischen positiver „Heiterkeit“ und Melancholie angesiedelte Gitarrensoli, die irgendwie optimal zum heidnischen Thema passen.
Was ich noch unbedingt zu den Texten anmerken muß, gerade angesichts unserer einleitenden Worte, ist, daß man merkt, daß Halgadom sich nicht nur oberflächlich mit der germanischen Mythologie auseinandergesetzt haben und in den Texten das typische „Wotan-Tralala“ oder pubertäre politische Farcen zelebrieren; daß sie sich ferner nicht um der Provokation oder der Politik Willen mit dem Thema befassen, sondern daß es anscheinend zu ihrem Lebensinhalt gehört und sie sich auf diesem Felde mehr als auskennen. Das ist positiv anzurechnen und dürfte allen jenen, die sich für dieses Thema interessieren, und keinen Kitsch oder politische Propaganda unter diesem Deckmantel, sondern ehrliche heidnische Texte mit Tiefgang wünschen, einen Kaufanreiz darstellen.
Wie man auch immer über Halgadom denken mag (kann/soll?) – musikalisch-künstlerisch gesehen zählen sie in Deutschland sicherlich zur Speerspitze der heidnischen Metalbewegung, und auch im Folklorebereich wissen sie sich immer mehr zu behaupten und ihren Weg zu gehen. „Sein Und Werden“ wird noch öfter meinen CD-Spieler heimsuchen – ein schönes Werk, welches auf mehr hoffen läßt.
Von: STEPHAN

 

Schwermetall-Netzmagazin (Schweiz)

Auf dem dritten Album von Halgadom gibt es eine gelungene Mischung der zwei Musikstile die auf der ersten, bzw. der zweiten Scheibe vertreten waren. Auf der Debut war noch Pagan Black Metal vertreten. Sehr primitiv und roh. Die Aufnahmequalität war nicht die beste, aber angemessen. Der Gesang von Sebastian, welcher ja auch bei Wolfsmond und diversen anderen Bands schon sein können unter Beweis stellen konnte, erzeugt eine Stimmung wie nur er es zu tun vermag. Von seiner ersten Band an schon fasziniert mich sein Gesang und ganz besonders der Stil, stimmt doch ein jedes Lied sofort zum mitsingen ein. Aber auch gezupfte Gitarren mit gesprochenen Versen, welche eine gewisse mystische Atmosphäre erzeugen konnten, gab es darauf schon zu hören. Auf “Verdunkelung des Göttlichen” war plötzlich nichts mehr zu hören von Metal oder anderen härteren Einflüssen. Anstelle von Sebastian ertönte schöner Frauengesang gemischt mit der tiefen Stimme von Frank, dem Schöpfer von Halgadom, der sich außerdem auch für die Gitarren verantwortlich zeigt. Auf “Sein und Werden” gibt es wie gesagt eine Mischung aus beidem. Aber vorher möchte ich noch ein paar Worte über das Äußere und die Texte verlieren. Alleine das rechtfertig meiner Meinung nach schon den Kauf der Scheibe. Im aufwendigen, in Grautönen gehaltenen, Digi-Pack wurde sie verpackt und mit Bildern versehen die sich sehr an die Thematik der Texte schmieden. Teils heroisch und teils mystisch, jedoch immer in einen Grauschleier verborgen, so daß man genauer hinsehen muß um überhaupt dessen gewahr zu werden was sich darauf befindet. Die Texte selbst handeln, wie die meisten schon vermuten werden, von Göttern, Kriegen, Sonnenräder und Runen und lassen gleich erkennen, daß sich Frank und wohl auch Sebastian viel mit den Ahnen und Göttern aus alten Tagen befassen werden und nicht bloß an der Oberfläche der Geschichte kratzen. Den Anfang auf “Sein und Werden” macht ein Gitarren Teil, der akustisch aufgenommen wurde. Sofort merkt man, daß hierbei viel mehr Wert auf Qualität gelegt wurde als noch bei den Vorgängern. Um einen so reinen Klang auf CD bannen zu können bedarf es eines recht guten Studios. Versehen wurde es noch mit Geige und Baß, was die Einleitung nicht nur interessanter, sondern auch voller erklingen läßt. Die Geige ist übrigens auch bei den kommenden vier Liedern zu hören. Danach folgen vier Stücke im Neofolk Stil wie es auch schon auf “Verdunkelung des Göttlichen” zu hören war. Schöner Frauengesang gepaart mit Franks tiefer Stimme. Auch hier wurde mit viel mehr Professionalität vorgegangen. Am meisten gefällt mir dabei das Lied “Gott in uns”. Es verbreitet eine verzweifelte, aber trotzdem heroische Stimmung bei der man am liebsten gleich mitsingen möchte. Ein Stück, welches sich sicher bestens fürs Lagerfeuer eignet. Aber auch “Weg durch die Zeit” gefällt mir sehr gut und wird sicher noch oft aus meinen Lautsprechern erklingen. Wachgerüttelt wird man dann von “Hügelgrab”, dem ersten der fünf Pagan Black Metal Liedern auf der Scheibe. Sofort wird man in eine andere Gefühlswelt geleitet. Man fühlt, wie die Kräfte in einen zurückkehren, streckt die Faust gen Himmel, wippt mit dem Kopf zum Schlagwerk, welches im eher mittleren Tempo Bereich den Takt angibt und singt lautstark mit. So und nicht anders muß diese Art von Musik sein. Heroisch und Stolz sich ihren Weg bis zum Ende bahnen. Einzig bei dem Titeltrack wurde, der Atmosphäre zum trotz, eine immer wiederkehrende Knüppelpassage eingeflochten. Schade, da das Lied ansonsten eigentlich recht gut, wenn auch wenig abwechslungsreich wäre. Das beste Stück von “Sein und Werden” ist wohl “Totenritus”, welches auch zum runterladen auf der Internetseite von Halgadom steht. Alles in allem handelt es sich bei Halgadoms neuer Scheibe um eine gelungene Mischung aus zwei Stilen die sich wunderbar miteinander vereinen lassen. Schön wäre noch wenn manche Stücke beide Stile in einem Lied aufweisen könnten. 11/13

 

Kveldulv-Netzmagazin (Deutschland)

Nach langem Warten und Ankündigen seitens Halgadoms ist “Sein und Werden”, das dritte Werk Halgadoms, nun endlich erschienen. Dieses mal handelt es sich wieder, wie beim ersten Werk, um eine Mischung aus Neofolk und metallischen Stücken, wobei bei den metallischen Sebastian (auch bei Wolfsmond) und bei den neofölkischen Stücken Frank am Gesang tätig ist. Den Anfang machen die fünf neofölkischen Stücke, welche schon gewisse Unterschiede zu denen auf “Verdunklung des Göttlichen” haben: Es fällt auf, dass zu der Akustikgitarre noch eine Geige dazu gekommen ist, durch die die Musik deutlich interessanter gestaltet ist und auch der, schon auf dem vorherigen Werk, enthaltene Frauengesang ist wieder vorhanden, nur diesesmal viel vordergründiger. Weiterhin anzumerken ist die Wiederaufnahme des schon auf dem ersten Album vorhandenen Liedes Sonnenwende. Ab Lied 6 gibt es dann die metallischen Stück von Halgadom zu hören, welche die auf Halgadoms Erstwerk noch übertreffen. Die Produktion hat sicher um ein vielfaches verbessert, im Vergleich zum ersten Werk und auch die Qualität der Lieder ist merklich gestiegen. Vor allem die Gitarren Riffs sind sehr einprägsam geworden. Alles in allem ist Halgadom ein sehr abwechslungsreiches Album gelungen, was besser wohl kaum sein könnte. Auch die Aufmachung ist sehr gut geworden: Ein Digipack mit Beiheft und allen Texten. Zu empfehlen ist dieses Album jedem Fan von heidnischem Metal, der auch nicht mal davor zurückschreckt neofölkische Klänge zu vernehmen. Auf jeden Fall handelt es sich hier um eine sehr abwechslungsreiche und gute Mischung.

 

Minutum Mundum Nr. 7 (Deutschland)

Bevor ich mit der eigentlichen Rezension beginne, möchte ich etwas näher auf die ideologischen Hintergründe eingehen. Dabei ist es für mich gleichgültig, ob die Truppe von den meisten nun als „politisch inkorrekt“ angesehen wird oder nicht. Halgadom ist einfach eine der wenigen Metal- Truppen, welche ich persönlich aufgrund ihrer seriösen Auseinandersetzung mit der anderen, sprich spirituellen Welt sehr schätze. Dies stellen beispielsweise jene Zitate in der schön aufgemachten, zweifach aufklappbaren Hartpapphülle bestens unter Beweis. In einem Wald voller gesichtslosen Metal-Gruppen, welche lediglich die gängigen Klischees bis zur Erschöpfung zum ihren besten geben, sind Halgadom (mit einigen Ausnahmen mehr) eine willkommene, unterstützungswürdige Alternative. Soviel zu dieser Thematik. Die mittlerweile dritte Scheibe setzt sich aus zwei verschiedenen Teilen zusammen, in welchen die ersten fünf Lieder unter dem Banner „Geist“ stehen. Es sind reine Neofolk Stücke, die meiner Meinung nach größtenteils nicht mehr so bardenhaft klingen wie jene Kompositionen auf dem genialen „Verdunkelung des Göttlichen“ Album. Die Musik ist trotz Geige irgendwie moderner ausgefallen, allerdings verbleiben die Klänge stets im Neofolk- Bereich. Gekonnter femininer wie maskuliner, klarer Gesang beherrscht das Szenario, und das zusammen mit Schlagwerk, Akustikgitarren und ein wenig Geige (wie beim “Weg durch die Zeit”) . „Hyperborea“ eröffnet das Werk, wirkt dabei ruhig und ausgelassen, ohne jeglichen vokalistischen Hintergrund. In „Wenn Sonnenräder leuchten“ dominiert die klare, feminine Stimme, obwohl, zwar etwas leiser, auch hier Männergesang vorhanden ist. Ruhig und leicht melancholisch, zumindest an seinem Anfang, ist „Gott in uns“ ausgefallen. „Sonnenwende“ ist eine Neueinspielung, des sich auf dem Debüt befindlichen Originals. Diesmal ist allerdings Geige, Schlagwerk sowie weiblicher Gesang vorhanden. Das nachfolgende „Weg durch die Zeit“ gehört zu meinen Favoriten von diesem Pol der Scheibe. In meinen Augen konnte der Folk-Anteil die Lieder von dem schon sehr starken „Verdunkelung des Göttlichen“ genannten Vorgänger leider nicht übertreffen. Es war mit Sicherheit auch nicht einfach, doch die hier vorhandenen Stücke wissen natürlich auch zu gefallen! Nun folgt der „Materie“ Teil, welcher rein metallisch ist, um genauer zu sein möchte ich an dieser Stelle die Bezeichnung Heidenmetall verwenden. Es sind erneute fünf Lieder vorhanden, die durch die rauhe, spezifische Stimme von Sebastian (bekannt auch von einigen Projekten, siehe z.B. WOLFSMOND) und das schnellere Tempo recht aggressiv klingen. Es ist nicht nur die nötige Portion Aggressivität vorhanden sondern auch einige (Gitarren)melodien, einige mystische sowie tragende Momente. Positiv ins Auge fällt auch das Schlagzeug, welches nicht so dünn klingt als hätte man es auf Keksdosen eingespielt; es verfügt über die nötige Tiefe und Durchschlagskraft. Zu der Gestaltung habe ich am Anfang bereits einiges angeführt, es bleibt mir noch zu sagen, daß auch alle Text abgedruckt wurden. Auf der Heimseite sind übrigens auch einige Lieder als MP3´s zur Verfügung gestellt. Man findet diese unter: http://www.halgadom.org/ Die Scheibe an sich ist für 13 EUR inklusive Porto und Verpackung erhältlich unter: Halgadom, Postfach 1330, 53776 Eitorf, Deutschland. e-Post: webmaster(at)halgadom(dot)org

(Peter) 9 Punkte

 

Hatecoretc-Netzmagazin (Deutschland)

Nun ist es endlich vollbracht und ich halte nun das dritte und ausgereifteste Machwerk dieser deutschen Gruppe in den Händen. Ich hätte im Vorfeld ja nicht gedacht, dass das 2. Album „Verdunkelung des Göttlichen“ noch zu überbieten wäre, aber weit gefehlt. Frank hat neben Sebastian, welcher für den Gesang der ersten Scheibe verantwortlich war, noch 3 weitere Mitstreiter an Bord geholt, wobei vor Allem bei den folkloristischen Liedern die Geige sehr bemerkenswert eingesetzt wurde und ein ganz neues Element im Schaffen Halgadoms darstellt. Das Album ist in die 2 Kapitel „Sein“ und „Werden“ unterteilt, wobei ersteres Kapitel aus folkloristischem Liedgut und das zweite Kapitel aus metallischen Liedern besteht. Das erste Kapitel wird von einem instrumentellen Einklang eingeleitet und anschließend werden vier wunderschöne Lieder mit weiblichen und männlichen Gesang dargeboten. Meine Anspieltipps wären „Gott in uns“ und das neu aufgenommene „Sonnenwende“, welches schon auf dem Debüt zu finden war und für mich auf der ersten Scheibe einer der Höhepunkte war. Kaum sind die letzte Töne des fünften Liedes „Weg durch die Zeit“ verstummt, geht es Richtig ans eingemachte und ich höre nun schon die Jubelschreie aller jener, welche die metallischen Lieder auf dem zweiten Album vermisst haben. Dargeboten wird mittelschneller heidnischer Metal mit Sebastian „derbem“ Gesang. Diese Lieder sind im Vergleich der Lieder des Debütalbums um einiges ausgereifter und die Produktion ist (wie auch schon bei den folkloristischen Liedern) viel besser als damals. Neben dem musikalischem Einschnitt, kann man auch eine Veränderung der Texte betrachten, welche ich nun als evtl. nicht mehr ganz so poetisch, wie bei den folkloristischen Liedern, beschreiben würde, was jedoch nicht heißen soll, dass die Texte nun stumpf oder gar primitiv sind (eher im Gegenteil). Der Text von dem Lied „Stahl“ könnte auch gut zu Sebastians anderer Gruppe „Wolfsmond“ passen. Meine Favoriten und Anspieltipps in diesem Kapitel wären „Runenkraft“ und das Titelstück „Sein und Werden“. Die Gestaltung der Scheibe ist sehr ansprechend. Neben der zweifach aufklappbaren Hartpapphülle befindet sich noch ein mehrseitiges Begleitheft inklusive aller Texte (die Texte waren ja beim 2. Album gar nicht abgedruckt und beim Debüt wurden die englischen Texte weggelassen).

Fazit: Für Freunde von heidnischen Klängen, welche auch neben harten Sachen, gerne mal ruhige, nachdenkliche Klänge hören ist diese Scheibe auf alle Fälle ein Kauftipp! Freunde der letzten Scheiben, werden sich das Album sowieso besorgen. Eigentlich sollte ein jeder mal reinhören.”

 

Mordor-Netzmagazin (Schweiz)

Seit 1999 treiben HALGADOM ihr Unwesen in der Deutschen Pagan Szene. Nach dem man anfänglich die noch den Schwarzmetallischen klängen gefrönt hatte, hat man auf dem 2002 Album “Verdunkelung des Göttlichen” komplett auf Neofolk umgestellt. So ist auch das neuste Album “Sein und Werden” zur Hälfte in dieses Gewand gehüllt, doch die zweite Hälft der CD beschallt uns mit harten Schwarzmetallischen Klängen. So bestechen die ersten fünf Songs auf dieser CD durch ihre fantastischen Akustikarrangements. Verträumte Melodien und feiner Gesang laden den Hörer auf eine Reise durch die eigenen Fantasie ein. Dabei sind die Lieder sehr stark durch dem zweistimmigen Gesang geprägt. Die Kombination aus weiblicher und Männlicher Stimme kommt sehr gut rüber und gibt den Songs einen sehr eigenen mystischen Charakter. Bei “Weg durch die Zeit” gibt’s auch noch etwas Geige, welche aber nicht so gut klingt. Dies liegt aber vor allem am spielerischen Können und nicht am Arrangement. Mit “Das Hügelgrab” wird dann der zweite harte Teil der CD eingeleitet. HALGADOM liefern hier ein sehr melodisches Riffing und können mit einigen sehr geilen fast schon rockigen Melodiepassagen begeistern. Ein richtiger Killer ist der Song “Runenkraft”, welcher mit brachialen Doubelbassalven alles plättet was sich ihm in den Weg stellt. Der Titelsong “Sein und Werden” zeigt sich sehr rockig und bietet wieder einen grandiosen Melodiepart. Ein tolle Hymne haben die Deutschen mit “Stahl” gebastelt und können mich wiederum mit vielen geilen Melodien und einem sehr soliden Riffing überzeugen. Dank vielen zweistimmigen Gitarrenriffs bekommt der Song enorm viel Druck und donnert brachial aus den Boxen. Der letzte Song “Totenritus” http://www.halgadom.org/halgadom-totenritus.wma liefert ein sehr eingängiges Riffing, welches recht gut im Ohr hängen bleibt. Natürlich fehlen auch hier die wunderschönen melodischen Solopassagen nicht.

Die Deutschen liefern mit “Sein und Werden” ein sehr tolle CD. Die Aufteilung in eine akustische und eine harte Sektion finde ich gut. Allerdings hätten die einzelnen Teile auch je eine eigene CD füllen können. Ich hätte von beiden Sektionen mehr vertragen können! “Sein und Werden” ist somit ein rundum perfektes Werk, welches natürlich auch durch seine tolle Produktion und seine erstklassige Aufmachung brilliert. Den nebst dem wunderschön gestalteten Digi-Pack gibt’s hier noch ein dickes Booklet mit allen Texten.

10 von 10

Ein CD die sowohl für Folk und Schwarzmetaller bestens geeignet ist. Ich kann diese Scheibe nur wärmstens empfehlen, also horcht mal rein!

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