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Organisation Sonnenritter (02/2010)

Zwiesprachen >>

Zum 10jährigen Bestehen der Horde „Halgadom“ erschien nun endlich das neue Klangwerk „Wille : Tatkraft : Potential“. Es ist der 6. Tonträger der Gruppe sowie einer der kraftvollsten Schwarzmetallscheiben von Halgadom. Aus diesem Grund führt die Organisation Sonnenritter im Julmond 2009 a.y.p.s. ein Zwiegespräch mit Frank, dem Gründer der Musikgruppe.

1. Guthyl Frank,
freut mich sehr, daß Du die Zeit für ein Gespräch gefunden hast. Da dieses Zwiegespräch in mehren Heften erscheint, würde ich Dich bitten, für die „Neuleser“ eine kleine Gruppenhistorie abzugeben…

Sei mir gegrüßt! Halgadom wurde vor nun 10 Jahren, also 1999 gegründet. Erschienen sind seit dem:
Halgadom – Debut (1999)
Halgadom – Verdunkelung des Göttlichen (2002)
Halgadom – Sein und Werden (2004)
Halgadom/Frostkrieg – Ahnenland split EP (2004)
Halgadom – Sturmwoge (2006)
Halgadom – Heimstatt (2008)
Halgadom – Wille : Tatkraft : Potential (2009)
Das Texten und Komponieren fällt in meinen Zuständigkeitsbereich. Die Besetzung hat im Laufe der Jahre etwas variiert. Seit dem Sturmwoge Album steht sie jedoch fest und in optimaler Konstellation. Unser Musikstil ist zweigeteilt. Mal steht mir der Sinn nach ruhigem Neofolk, mal nach ordentlichem Metal. Ich mag jedoch nicht so gerne den Beinamen „Horde“. Eine Horde ist ein undisziplinierter Haufen von Rüpeln.

2. Gab es bei der Gründung von Halgadom ein bestimmtes Ziel, das ihr erreichen wolltet, oder eine bestimmte Botschaft, die ihr mittels eurer Musik verbreiten wollt?
Jeder der Texte schreibt hat eine Botschaft. Diese kann verschieden interpretiert und verstanden werden. Den tieferen Sinn meiner Texte spiegelt eigentlich das Stück „Werde der Du bist“ vom aktuellen Album am besten wider. Sich selbst zu erkennen, auf sich selbst vertrauen, keinen falschen Götzen nach rennen und sich nicht durch Schuld und Sühne versklaven lassen. Dabei spielen Dinge wie Identität, Bewußtsein und ein nicht-universelles und undogmatisches Gedankengebäude wie unser heidnisches Erbe eine große Rolle. Meine Texte sind kein Imagegehabe oder eine „Show“ sondern spiegeln meine Lebensphilosophie wider.

3. Ihr seid musikalisch sehr vielseitig – vom akustisch wertvollen „Neo“ Folk bis hin zum kriegerischen Schwarzmetall habt Ihr eine große Spannweite. Was fällt Euch leichter?
Was leichter fällt hängt von meinem Gemütszustand ab. Beim Texten entscheide ich meistens schon im Vorfeld ob es ein Neofolk Stück oder ein metallisches Lied werden wird. Wenn ich genug Texte zusammen habe zieht es mich entweder zur Akustikklampfe oder zur E-Gitarre.
Leichter einzuspielen ist dagegen ganz klar Neofolk. Beim Neofolk ist die Musik einfach entspannter und es geht mehr um Gefühl als um Technik oder Geschwindigkeit wie beim Metal.

4. Ich persönlich tendiere mehr zum „Metal“ (so lang es nicht in eine Subkultur ausartet), da es mir rein emotional besser gefällt. Dennoch wird er in manchen Kreisen als „unkulturell“ betrachtet. Wie gehst Du mit dem Vorwurf der „Negermusik“ um?
Ich wußte gar nicht daß die E-Gitarre ein Neger erfunden hat. Typische Negermusik besteht für mich aus einer oder mehreren lärmenden Bongotrommeln, zu betrachten in manchen Fußgängerzonen oder Dokumentationen über unangetastete Urwaldbewohner. Dann gibt es natürlich noch Jazz, Blues, Rap und Hip Hop. Wenn ich meine Musik betrachte, und nur für die kann ich sprechen, kann ich beim besten Willen keine Verwandtschaft zu oben genannten Musikstilen feststellen.
Bei Musik, egal welche Stilrichtung, ist es entscheidend, ob die Musiker ihre Instrumente beherrschen. Fehlt das Können, kann sich Metal durchaus nach Ohrenkrebs verursachenden Dschungelkrach anhören. Eine volltrunkene Volksmusikkapelle, die mit verstimmten Instrumenten versucht ein Volkslied zu spielen, klingt sicherlich nicht besser. Deswegen aber Metal generell als Negermusik zu bezeichnen halte ich für totalen Blödsinn. Ich würde gut gespielten Metal sogar als moderner Form der klassischen Musik stellen. Was mehrstimmige Gitarren mit interessanten Melodiebögen, mächtigen Trommeln und sauberer Produktion erschaffen können ist grandios!

5. Das neue Album „Wille : Tatkraft : Potential“; eine Ode an den faustischen Drang?
So kann man es auf den Punkt bringen. Es macht sich immer mehr das Gift der Perspektivlosigkeit breit. Gerade bei den jungen Menschen finde ich es sehr schade, wenn das Leben im Grunde schon vorbei ist, bevor es angefangen hat. Dabei hat es jeder selbst in der Hand stupide zu vergammeln oder etwas aus seinem Leben zu machen. Selbst der störende Umstand der Arbeitslosigkeit kann genutzt werden um sich seiner Familie zu widmen, eine Familie zu gründen, zu lesen, Sport zu treiben, Kunst zu schaffen, sich an sinnvollen Projekten zu beteiligen oder selbst etwas auf die Beine zu stellen. Der Titel steht dafür, alles aus sich raus zu holen was geht!

6. Was plant Halgadom für die Zukunft, warum möchtet Ihr keine Konzerte geben und wie sieht der Sachverhalt nach dem Weltenbrand aus?
Konzerte spielen wir keine da ich mich dagegen sträube. Ich habe keine Lust auf Proben, keine Lust auf weite Reisen, keine Lust auf Menschenmassen, keine Lust auf der Bühne zu stehen. Um es mit Rammstein zu sagen: Ich habe keine Lust!
Zukunftspläne gibt es noch keine. Wille : Tatkraft : Potential zu toppen wird schwer. Deswegen wird das kommende Album wieder etwas anders ausfallen müssen um interessant zu bleiben. Einen Abklatsch von diesem Album braucht niemand. Vielleicht widme ich mich auch erst einem ganz anderen Projekt. Mal sehen wonach mir der Sinn steht.
Wie der Sachverhalt nach dem Weltenbrand aussieht? So genau kann ich das nicht sagen. Staaten werden auseinanderbrechen und kleine Gruppen und Gemeinden von Gleichgesinnten werden entstehen. Somit beginnen wir wieder bei Null und die Karten werden neu gemischt. Umso wichtiger erscheint mir die Gründung einer eigenen Familie. Die tollsten Ideen und Manifeste haben keinen Bestand, wenn niemand da ist der sie umsetzt und mit Leben erfüllt.

7.Apropos Weltenbrand, auf der Heimseite von Halgadom ist unter anderem zu lesen: „Da das Schwache und Kranke nun in Trümmern liegt, ist es Zeit für die Wiederauferstehung der heidnischen Urgewalt. Diese Urgewalt schlummert in jedem germanischen Menschen. Ob er will oder nicht! Der dichte Schleier der Fäulnis wird verdrängt durch den gleißenden Schein Germaniens. Auferstanden aus der Vergangenheit! Strahlend für die Ewigkeit!“ Glaubst Du noch an den Durchbruch, oder hat der Ethnomasochismus schon gänzlich die Stimme des Blutes aus unseren Volksgenossen vertrieben?
Ehrlich gesagt interessieren mich die meisten meiner „Volksgenossen“ überhaupt nicht. Ich habe immer gerne diskutiert und mir andere Meinungen angehört. Bei all der Dummheit, Ignoranz und demokratischer Verblendung jedoch, die mir im Laufe meines Lebens entgegengeschlagen sind, halte ich es für totale Zeitverschwendung irgendwen von etwas überzeugen zu wollen. Dazu leben wir in einer Demokratie wo man es mit der Meinungsfreiheit nicht so ernst nimmt. Demokratie ist Faschismus nur ohne Ästhetik. Ich lebe mein Leben, kümmere mich um meine Familie und die, die es wert sind, und mache meine Musik. Wenn ich jemanden damit ein Beispiel sein kann und zur Nachahmung animiere, freut es mich.
Solange die breite Masse an den Lippen der gleichgeschalteten Presse hängt, fleißig fern sieht, sich konditionieren läßt anstatt den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen wird sich das Volk auch weiterhin mit Ängsten füttern und gegeneinander ausspielen lassen.

8. Eine Neuordnung der Völker Europas unter der Berücksichtigung und Erhaltung der indoeuropäischen Kultur – Pflicht oder Utopie?
Deine nächste Frage beginnt mit einem Zitat das eigentlich alles sagt. Es ist lebensnotwendig seine Kultur zu erhalten, um nicht zum Abziehbild globaler Konzerne zu verkommen. Gerade unsere Sprache, Mode und Geisteshaltung leidet unter einer aggressiven Veramerikanisierung. Wie sich jedoch die (Neu-)Ordnung der Völker Europas vollziehen wird, wird sich zeigen. Das Problem liegt in der jetzt schon heterogenen Zusammensetzung der Bevölkerungen. Käme es nicht zur „Einen Welt“ und würden die demokratischen Systeme auf Grund eines Finanzkollapses weiterhin zusammen brechen, gäbe es viele Großstädte, die sich selbst regieren würden. Im Grunde ist es ja jetzt schon so. Es werden Bürgerkriege um die letzten Ressourcen stattfinden. Um darauf vorbereitet zu sein, ist es wichtig jetzt schon Gemeinschaften von Gleichgesinnten zu schaffen und Enklaven zu gründen. Also z.B. in die Nähe von Freunden oder Familie ziehen. Dieses Szenario haben wir ja in allen Staaten Europas. Erst nach diesem Chaos werden wir sehen, was am Ende übrig bleibt um sich neu zu ordnen.

9. Rudolf John Gorsleben schrieb einst: „Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht, wo er steht, noch weniger, wohin er geht“. Auch machte er klar, daß kein Mensch um seine Herkunft herum kommt sowie das man aus dieser Herkunft geistige Kraft und Nahrung holen muß. Aus Euren Texten hört man deutlich Eure/Unsere germanisch-heidnische Wurzelkraft, doch ist es heutzutage noch möglich diesen „Glauben“ zu leben und ist es klug, die eigenen Landsleute in Heiden, Christen, Atheisten zu spalten?
Natürlich kann ich meinen heidnischen Glauben leben. Ich benötige dafür ja keine Tempel oder ähnliches. Mein Heidentum ist eine Lebenseinstellung, eine Philosophie, die ich durch mein Handeln und mein Tun auslebe. Dazu zählt u.a. sich des genannte Zitates von Gorsleben bewußt zu werden. Identität ist das Segel, das uns in stürmischen Zeiten die Richtung beibehalten läßt.
Spalterei nützt immer dem der herrscht. So lange man mir kein Weltbild aufzwingen will, spielt für mich die Religion eine untergeordnete Rolle. Es kann durchaus einer gesunden Selbstkritik dienen, sich mit anderen Denkrichtungen auseinandersetzt, ohne daß man sie gutheißen muß. Ich finde beispielsweise im Buch „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins (er ist Zoologe und könnte als Atheist durchgehen) interessante Denkansätze die ich ohne zu zögern unterschreiben würde. Auf christlicher Seite finde ich es erstaunlich, mit was für einer Opferbereitschaft sich die einzelnen zumeist freikirchlichen Gemeinden einsetzen, um sich Gemeindehäuser und somit Freiräume zu schaffen. Ich unterstütze keinesfalls den egalitären christlichen Glauben, denke jedoch, daß wir uns zumindest was das organisatorische angeht, eine Scheibe abschneiden können. Aber um noch einmal auf Deine Frage zurückzukommen: Ich finde es unklug wenn ein Volk, das vom Aussterben bedroht ist, sich durch derlei Spaltung untereinander zusätzlich schwächt. Den sogenannten „Kampf gegen das Christentum“ finde ich aus heutiger Sicht sogar ziemlich lächerlich da sich die christliche Kirche durch u.a. Mitgliederschwund selbst demontiert.

10. Zum Schluß des 16-seitigen A5 Buches in der Edelausgabe jener neuen Lichtscheibe zitierst Du Friedrich Rückert (1788 – 1866 alias Freimund Raimar), der auch folgendes schrieb: „Ich will! Die schönste Kron’ ist dieses, die mich schmückt! Der Freiheit Siegel, das mein Geist sich aufgedrückt.“ Welcher Wille führt uns Deiner Meinung nach zur Freiheit, welcher Weg ist der richtige in Anbetracht der vielen Lager?
Das ist eine gute Frage nach deren Antwort wohl viele suchen. Ein wichtiger Punkt ist der häufig genannte „kleinste gemeinsame Nenner“ der viele Menschen verbindet. Vielleicht sollten sich die Menschen selbst nicht so wichtig nehmen und für das Maß alles Dinge halten. In meinem eigenen Bekanntenkreis gibt es Vertreter vieler verschiedener Denkrichtungen. Mit all jenen komme ich gut aus, ohne meinen Standpunkt aufzugeben oder mir einen anderen anzueignen. Selbst die Meinungen der Halgadom Musiker gehen teilweise weit auseinender weswegen nicht jeder mit dem hier von mir geschriebenen übereinstimmen würde.

11. Am Ende nun noch eine kleine „meinungsbildende Schnellfragerunde“;
Miguel Serrano?
Er sah in Hitler eine reinkarnierte Gottheit und begründete somit den esoterischen Hitlerismus. Seine Schrift „Das goldene Band“ habe ich auszugsweise gelesen und fand einige sehr inspirierende Stellen über mythologische Themen darin.

Vril?
Geheimnisvolle, alles durdringende Kraft. U.U. vergleichbar mit dem Od (Odem/Hauch Odins) der heidnischen Mythologie.

2012?
Viele sind der Meinung, daß uns Ende 2012 der Himmel auf den Kopf fällt, da am 21.12. der Maya-Kalender endet. Andere glauben, daß zu dieser Zeit das Bewußtsein der Menschen auf eine höhere Stufe wandert. Ich tendiere zu letzerem. Nach Demokratie, Krisen und Kriege ist es mal wieder Zeit für eine Blütezeit der Menschheit.

Ich bedanke mich recht herzlich für das aufschlußreiche Gespräch und wünsche Dir und der Gruppe viel Erfolg, Schaffenskraft sowie Heil im Kampf für die Zukunft. Die letzten Worte gehören Dir, in diesem Sinne – Wotan in Uns!
Vielen Dank für das Interesse an Halgadom und daß ich hier Rede und Antwort stehen durfte. Ich wünsche Dir und Deinen Projekten alles Gute. Heil den Sonnenrittern!

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