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Halgadom/Tears of Othila - Äon des Hammers

Nebelwand

Instrumental

 

Äon des Hammers

1.
Auf, ihr Männer, die Stunde ist da
Das Alte steht endlich in Flammen
Was giftig, böser Gedanke gebar
Stürzt heillos in sich zusammen
Aus Chaos und Tod, aus Nacht und Not
Aus egalitärem Geschwätz
Bricht sich dann was nicht sterben kann
Kosmische Ordnung – ewiges Gesetz

Kehr.:
Äon des Hammers, Äon der Treue
Modernde Zeiten besiegelt der Tod
Äon der Sonne, erwecke das Neue
Es schimmert von fern schon das Morgenrot
Im Zeichen der Runen, Schlachten schlagen
Donars Hammer pflügt das Land
Götzen, Barbaren, zur Hel laßt sie fahren
Voran Neuer Adel mit stählerner Hand

2.
Die goldene Sonne erfreut unser Herz
Die schwarze erhellt unseren Geist
Wir kennen weder Angst noch Schmerz
Bruder, Du weißt was das heißt
Nun komm auch Du und spüre den Wind
Atme das Leben tief in Dich hinein
Vergiß all die Zweifel und sei wie wir sind
Wir wollen wie lodernde Flammen sein  

 

Schwertträger

1.
Auf den Säulen Widder-Felle,
Stern, der sich zur Erde kehrt:
Nur der Traum schenkt solche Helle,
Unbeweglich auf der Schwelle
Steht der Wächter mit dem Schwert.

2.
Er bewahrt es in der Scheide,
Er behütet unser Haus.
Was der Streiter auch erleide,
Zeitlos gelten seine Eide,
Und kein Zauber löscht sie aus.

3.
Herz und Lippe sind versiegelt,
Doch das Antlitz zeigt es ganz,
Was die Sprache nicht entriegelt,
Nie gesehne Himmel spiegelt
Seines Leibes nackter Glanz.

4.
Flammen-Haar, bedacht von Aaren,
Marmor-Schnee und Wolken-Firn:
Weiße Schlangen, die sich paaren,
Künder künftiger Gefahren
Streifen träumerisch die Stirn.

5.
Wird er stehen? Wird er fallen?
Jeder Kämpfer fällt zuletzt.
Aber einmal über allen
Wahn-Gedanken strahlt metallen
Ares, der die Klinge wetzt.

6.
Steigt der Held vom Hügel nieder,
Rüstet sich das Horn zum Stoß.
Marmor wird zur Flamme wieder,
Adler breiten ihr Gefieder
Über Wasser uferlos.

7.
Stahl, aufzuckend wie Gewitter,
Mißt sich mit des Löwen Brunft.
Stürzt im Sand der Wüsten-Ritter,
Wird sein Herz dem wilden Schnitter
Siegel seiner Wiederkunft.

8.
Ferne Welten, leicht bezwungen:
Wenn der Arm die Sehne strafft,
Spricht der Dichter bald in Zungen,
Aber eh der Kranz errungen,
Nehmen Schatten uns in Haft.

9.
Bietet vor Zypressen-Hainen
Hades unserm Walten Halt,
Ragt im Himmels-Blau, im reinen,
Keins der Zeichen, nur des Einen
Dunkle schimmernde Gestalt.

10.
Ob sein Aug im Traum erstarrte?
Ob der Waffen-Gang gelang?
Rost wächst aus des Schwertes scharte,
Doch der Aar auf der Standarte
Trägt die Fackel noch im Fang.

11.
Urnen und zerbrochne Flügel,
Niemand ist zurückgekehrt.
Blut verschloß die Sonnen-Siegel,
Nackt und schweigend vor dem Spiegel
Steht der Wächter mit dem Schwert.

 

Lichtgebet

1.
Oh Allvater, vernimm meine Worte
Du Urkraft die das All durchwebt
In meiner Brust, um den Altare
Sich düster schwerer Nebel legt
Dämonen im Inneren und Bestien da draußen
Giftige Schlangen und wildes Getier
Beengen, bedrängen, suchen mich heim
Doch all das endet jetzt und hier

Kehr.:
Die Augen geschlossen den Blick ganz weit
Aus meinem Munde Runengesang
Kräftige Arme zu Algiz erhoben
Schwingung, Erkenntnis, Tatendrang
Im Tempel erklingt das Lichtgebet
Von Anmut und Schönheit von Wille und Tat
Darin sind verwoben die Stimmen der Ahnen
Und Runen raunen rechten Rat

2.
Erkenntnis im Schmerz, Kampfgeist genährt
Widerstand stählt - erfülle Dich selbst
Denn nur in Tempeln aus Fleisch und Blut
Flammend das Sonnen-Siegel ruht
Ich greife dem Schicksal tief in den Rachen
Und bleibe meinem Wesen treu
Schenk Lüge und Zweifel mein wissendes Lachen
Erheb mich aus Asche und fliege aufs Neu 

 

Unsterblich

1.
Auf dem hohen Berg nah den Wolken
Über den Wäldern gethront
Gefallen und aufgestiegen
Und mit dem Tode belohnt
Die Freiheit die ewige gefunden
Doch anders als ich mir erhofft
Es scheiden vom Leben die Toten
Wie der Regen, der vom Himmel tropft

2.
Unzählbar sind all ihre Namen
Wer vor mir diesen Weg wohl betrat
Doch ist es auch unbedeutend
Niemandem bleibt dies erspart
Von dunklen Schwingen getragen
Vergessenheit, trägst mich fort
Auf meiner letzten Reise
Zu einem anderen Ort

3.
Doch ihr, ihr soll mich bewahren
Gedenket meinem Tun
Ewig lebt der Toten Tatenruhm
Erhebt nun eure Fahnen
Und richtet die Blicke nach vorn
Ich werde als Sohn meines Volkes
Noch tausendmal wieder geboren

4.
Denn keine Kraft kann vergehen
Schon jetzt in diesem Moment
Steh ich in euren Reihen
Auch wenn mein Sarg sich senkt
Ich sehe es in euren Augen
Wie scheiden weh tut
Doch spart euch eure Tränen
Denn alles ist gut